Rüdiger Mönnikes
„Cut“
28.04.2012 – 09.06.2012Eröffnung: 27.04.2012, 19 – 21 Uhr

"o.T.", 2012, Acryl und Collage-Kartonl, 80 x 60 cm
Mit Rüdiger Mönnikes zeigt Lehr Zeitgenössische Kunst eine aktuelle Position zur abstrakten Malerei.
Zentraler Bestandteil im Werk des Künstlers ist der Kreis, das Runde,
deren Bildsprache schier unerschöpflich zu sein scheint. Gestalt, Lage
und Struktur runder Formen betrachtet der Künstler in seiner
Bildfindung und erforscht damit die Anatomie des Kreises.
Mönnikes widmete sich zu Beginn seiner Tätigkeit der expressiven
Malerei, bis es zu einem radikalen Bruch in seiner Vita kommt. Er
verbannte später alles Gegenständliche aus seinem Werk und untersuchte
fortan die Wirkung von Farbe, Geometrie und Raum. Wie
naturwissenschaftliche Berechnungen kommen seine Arbeiten daher, eine
Art mathematische und physikalische Bildberichterstattung.
In den vergangenen Jahren arbeitete Mönnikes mit der Technik der
Hinterglasmalerei. Farbe spielte dabei eine wichtige Rolle. Bei Lehr
Zeitgenössische Kunst werden erstmals Papierarbeiten des Künstlers zu
sehen sein, in denen er Malerei und Kollage verbindet. Mönnikes bleibt
damit seiner Raumbezogenheit treu, die kennzeichnend für seine Arbeiten
ist. Diese sind als Raumkörper konstruiert, so dass sie ins
Dreidimensionale übergehen. So fordern sie die Mitarbeit des
Betrachters und stellen Sehgewohnheiten in Frage. In seinen neuesten
Arbeiten spielt Farbe jedoch keine Rolle mehr. Sie sind auf das
Wesentliche reduziert, auf Schwarz und Weiß und die geometrische Form
als solche.
Rüdiger Mönnikes, Meisterschüler von Prof. Karl Marx, studierte in Köln
freie Malerei. Er lebt und arbeitet in Köln.
Mönnikes ist mit seinen Arbeiten in zahlreichen privaten und
öffentlichen Sammlungen vertreten.